Als Adventskonzert präsentieren wir
Rheinberger – Stern von Bethlehem und
Mendelssohn – Vom Himmel hoch
am 4. Adventssamstag abends.
Uhrzeit vorläufig
Der junge Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) schrieb die Weihnachtskantate „Vom Himmel hoch“ bereits 1831 nach Luthers bekanntem Weihnachtslied. Sie ist für Orchester, fünfstimmigen Chor sowie Sopran und Bariton Solo komponiert. Obwohl die Vorlage immer klar erkennbar bleibt, zeigt Mendelssohn eindrucksvoll sein Können und gestaltet aus einem einfachen Kirchenlied ein variantenreiches mitreißendes Werk der frühen Romantik, mit starkem Ausdruck und überraschenden Harmonien.
Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901) kam mit zwölf nach München und studierte und wirkte hier bis zu seinem Lebensende, unter Anderem als Bayerischer Hoforganist an der Theatinerkirche. Mit 28 heiratete er die Dichterin Franziska von Hoffnaaß, deren Gedicht „Der Stern von Bethlehem“ die Vorlage für seine große gleichnamige Kantate 1891 war, die er als sein Hauptwerk betrachtete. In fast naiv-romantischen Bildern wird die Weihnachtsgeschichte erzählt und vermag den Hörer mit ihrer hochromantischen Musik in diese besondere Stimmung der Freude und Dankbarkeit hineinzuziehen. Rheinberger besetzte sie groß mit Orchester, Chor und Soli, wohnte aber nie einer Aufführung bei.